Der Trend geht weiter


Rock and Roll
in Second Hand


Viele Künstler oder solche die es einmal werden wollen haben schon ihre Kunst auf Verkaufsflächen dargeboten. Zum einen ist das gut für das Geschäft weil Menschen in den Laden kommen auch wenn sie nichts kaufen und zum anderen ist es für die Akteure eine Möglichkeit in der Öffentlichkeit anzutesten, wie denn das Dargebotene so ankommt.


Im Nauwieser Viertel in Saarbrücken gibt es einige Geschäfte die immer noch „alternativen“ Charakter haben. Die Newcomer „OUT OF PHASE" spielten im Second-Hand Laden „Lucky Style“ in der Nauwieser Straße 11. Ganz frisch sind die Musiker jedoch nicht, hat doch jeder schon einige nicht nur musikalische Jährchen Erfahrung hinter sich. Rock'nRoll ist angesagt. Sie spielten Titel wie Cocaine oder von ZZTOP "La Grange" und "Highway to Hell" von AC/DC und am Schluss dem Verlangen des Publikums nach einer Zugabe nachgebend, wagten sie sich sogar an eine Kreation von Frank Zappa: "Muffin Man".
OUT OF PHASE ist Christian Hoffmann mit seinen klar strukturierten Gitarrensoli, Ralf Hoffmann (nicht verwandt) mit Mesa Boogie ganz souverän, der Bassist Pablo Schales, der scheinbar nicht aus der Ruhe zu bringen ist, der Drummer Artur Kurz, der in der letzten Fanreihe noch zu laut ist und Klaus Muskelsen mit rauchigem Vocal. Zu Gast unterstützte am Schluss Daniel die Band noch mit seiner Blues-Harp; also: authentischer Rock’nRoll auf eben solcher Bühne. Und da es eher eine private Veranstaltung mit dem ein oder anderen Zaungast war, stellte der Sänger nicht die Band, sondern das Publikum vor. Da die Jungs noch kein großes Repertoire haben war die Setlist auch dem entsprechend kompakt gehalten. Kurz aber gut war der erste ca 45 minütige Auftritt dieser Band. Es wäre schön, wenn es mehr solcher kleiner Veranstaltungen geben würde. Nicht nur das „Chinesenviertel“ ist prädestiniert dafür auch andere Stadtteile würden unsere Kulturlandschaft mit solchen kleinen Gigs bereichern.
Fotos: TAST
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Neues Jugendzentrum in Göttelborn eröffnet

Rapper-Treffen

Zum Jubiläum standen in Göttelborn auch Mädels mit auf der Bühne. Vom Projekt "Cultur United" des Verbandes saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung wurde ein Rap-Workshop ins Leben gerufen, der die Förderung von Toleranz und Demokratie in der "Denke" der Jugendlichen fördern möchte.
"wenn es tagt, steh ich auf, ich bin super gut drauf, check mich ein ins Juz – online – TeVau, Rappen das ist wichtig, dann kommt es mir so richtig und dann geht alles ab wie’n Sau. Hey!"

So könnte zum Beispiel auch eine Sprechgesangerzählung beginnen, wenn, wie jetzt vom Verband saarländischer Jugendzentren verkündet, die Rap-Workshops in den selbstverwalteten Jugendzentren die Runde machen und dabei noch von Tanz, Graffiti und Disc-Jocking ergänzt werden. In Göttelborn präsentierten Ende Februar Jugendliche, die in das neu eröffnete Juz Göttelborn gehen, ihre ersten Rap Storys. Einige auch mal auf Russisch, andere mal auf eine gängige „Hip Hop Line“ oder „trocken“, dem puren Sprechgesang verbunden. So berichtete Jana Hempelmann (22) über ihren Rap-Workshop im Juz Güdingen, da seien jetzt regelmäßig drei Jungs und drei Mädchen dabei, sich einen coolen Sprechgesang anzueignen. Man höre und staune: auch drei Rapperinnen standen in Göttelborn neben ihren drei männlichen Kollegen mit auf der Bühne. BFC130 so heißen sie, kommen wohl aus dem Workshop aus Güdingen und heizen dem kräftig Publikum ein. Der Moderator Steve Müller (20) aus Göttelborn zeigte zum Abschluss auch sein Können im "Freistil"-Sprechgesang. Zum Ausklang dann einen Rap auf die Musik-Line mit Samplern von „Here without you“. Das brachte Zuspruch, weil, da konnte der überwiegende Teil des Publikums mitsingen. Der Sozialpädagoge Sebastian Haas, der Mitarbeiter ist beim Verband saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung (Juz-United), äußerte sich sehr zufrieden darüber, wie Jugendliche die Angebote der Jugendzentren annehmen. „Durch den RAP-Workshop haben sich sogar die Besucherzahlen verdoppelt." Doch keine Eröffnungsfeier ohne Disco und von daher war eine lange – tiefe Nacht angesagt. sirc




Bernd Rausch


Digitale Kollagen

Elemente aus Pop Art, Surrealismus oder Junge Wilde
Dem Saarbrücker Künstler Bernd Rausch sind beide Welten, Pinsel u. Farbe sowie die digitale Herstellung von Kunst am Bild ein Begriff, und er ist auch mit beidem vertraut.

Die digitalen Welten des Künstlers Bernd Rausch stehen mit Elementen, beispielsweise aus Pop Art, Surrealismus oder Junge Wilde in der Tradition der klassischen Malerei. Dem Saarbrücker sind beide Welten - die künstlerische wie die der Bildbearbeitung und Druckvorstufe vertraut. In den Siebzigern schuf er groß angelegte Ölgemälde im Stil dessen, was man heute als Jung und Wild bezeichnen würde. Als Mitbegründer und langjähriger Redakteur der Stadtmagazine „Saarhexe“ und „Voyeur“ erlebte Rausch auch die raschen Veränderungen in der Drucktechnologie. Die Entstehungsweise von Rauschs Bildern hat sich in den Neunzigern dadurch komplett verändert. Der Schritt weg von Pinsel und Leinwand und hin zum Computer- Equipment war für ihn naheliegend. Im Gegensatz zur zweidimensionalen Leinwand sieht er im Monitor eher ein räumliches Arbeitsmittel. Ausgestaltete Räume stehen oft im Zentrum seiner Bilder. Da ist etwa die Serie „Galerie“ – eine lockere Folge von Bildern, in deren Mittelpunkt Räume stehen, die sehr surrealistisch gestaltet sind. Zweites Element von Rauschs Bildkompositionen sind die zahlreichen Figuren. Ihre unglaubliche Vielfalt und ihr Detailreichtum machen den Betrachter neugierig und laden ihn dazu ein, in die Bildwelten einzutauchen. In anderen Werken sind die Figuren lediglich angedeutet.
Als Grundlage für seine Kollagen dient Rausch sein riesiger und jahrelang angelegter Pool an einzelnen Bildern. Diese „Bausteine“ können als Submotiv in unterschiedlichen Werken wiederkehren, allerdings nicht eins zu eins, sondern verfremdet. Sofern dieses Ausgangsmaterial gut ist, sprich ohne „Wackler und Farbrauschen“ aufgenommen, kann er jede beliebige Bilddatei hochskalieren. Das versetzt ihn in die Lage, mit der Größe seiner Motive und Submotive zu spielen. Rausch arbeitet zunächst mit Ebenen. Hunderte von unterschiedlichen Ebenen und manchmal mehr liegen den Arbeiten Bernd Rauschs zugrunde. Doch ohne die eingesetzten Verfremdungsmittel wären die Bilder Rauschs nicht das, was sie sind. Durch Einsatz von „Verflüssigung – Features“ kreiert Rausch in vielen Elementen ein amorphes, fließendes Aussehen. Dennoch behält der Künstler auch den Einsatz simpler Elemente im Blick, die immer wieder zum Zuge kommen. Rausch nutzt die Deckkraft, Transparenz und Blendmodi virtuos, um die einzelnen Elemente miteinander in Verbindung zu bringen.
Ähnlich wie Druckgrafik- Künstler arbeitet auch Bernd Rausch mit limitierten Auflagen. Einige Ausstellungen, vorwiegend im Saarland, hat er schon hinter sich. So auch eine Ausstellung im Februar 2011 in der Paulskirche in Frankfurt am Main. Weitere Termine werden sicher folgen und von der Redaktion angesagt. Am 27.01.11 hatte Bernd Rausch eine erfolgreiche Ausstellung in der Paulskirche. Vom 09.04. bis zum 16.06.11 gibt es eine Ausstellung von ihm im Dokumentationszentrum Prora Rügen und ab dem 01. Nov. 2011 eine Ausstellung zum Thema „Frankfurt Auschwitz“ im Doku und Kulturzentrum der Sinti und Roma in Heidelberg.
Günther Schuler

 


 

 

Walter Ruffler

Papier in Bewegung!
Ein Feuer-Drache, der mit den Flügeln schlägt, kämpfende Ritter hoch zu Ross, watschelnde Pinguine in Reih‘ und Glied: Viel ist in Bewegung – und alles ist aus Papier.



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eben Objekten, die einladen, selbst „an der Kurbel zu drehen“, werden Papiermodelle, durch Sand, Druckluft oder spezifische Zugmechanismen betrieben.
Vor einigen Jahren machte sich Walter Ruffler aus Bremen als Grafiker und Künstler selbstständig und hat mittlerweile zahlreiche„Papiermaschinen“ entworfen. Das sind bewegliche Skulpturen aus Papier, die zum Beispiel durch das Drehen einer Kurbel in Bewegung gesetzt werden können.
Die Papiermechanik hat als Disziplin eine lange Tradition, deren Wurzeln bis in das 19. Jahrhundert reichen. Zu dieser Zeit haben sich vor allem deutsche und französische Verlage dieser beeindruckenden Kunst bedient. Als Antriebsmechanismen der Skulpturen waren Kurbelmechanik sowie Zug- und Druckmechanik verbreitet, die durch die Verwendung von rieselndem Sand oder warmer aufsteigender Luft (Ofenbilder) ergänzt wurden. In den 1980er Jahren erhielt die Papiermechanik durch englische Künstler neue Impulse, die mit ihrem typisch britischen Humor den Papierobjekten Leben einhauchten.
Fotos: Walter Ruffler

 

 

 


 

T R E N D S
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Kulturmagazin Magazin TAST Trends

 

T R E N D S

Lücke geschlossen
In der Bahnhofstraße in Saarbrücken hat der irische Modemarkt Primark pünktlich zum Nikolaustag am 6. Dezember 2011 um 11 Uhr seine Türen geöffnet.

Primark verspricht attraktive Mode für die ganze Familie und den kleinen Geldbeutel.
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: “Wir sind sehr erfreut darüber, PRIMARK in der Landeshauptstadt Saarbrücken begrüßen zu dürfen. Das große Angebot an Mode und aktuellen Trends wird nicht nur die Saarbrücker, sondern auch Besucher aus dem Umland erfreuen.“
Insgesamt 570 Arbeitsplätze schafft das Unternehmen in Saarbrücken und sorgt damit für einen starken wirtschaftlichen Impuls.
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Der Bauernmarkt
St. Johanner Markt

Ja da ist immer was los wenn es den Leuten um orginäres geht. Was das gute Essen anbelangt eine gute Adresse der Bauernmarkt in Saarbrücken. Bauern aus dem gesamten Saarland bieten ihre Produkte aus dem Stall, dem Acker und dem Garten feil.

Die Wochenmärkte der Markthändler sind dagegen montags, Mittwochs und Freitags ebenso am St, Johanner Markt. Wer sich entspannt auf die Suche nach möglichen kulinarischen Produckten aus der Region begeben möchte, ist beim Bauernmarkt Samstags gut aufgehoben. Wer ein überdurchschnittlich gut sortiertes Angebot von allem was die Tafel begehrt auch unter der Woche erkunden möchte, dem macht ein Gang über die Wochenmärkte der Markthändler ebenso viel Vergnügen.
Immer Samstags zwischen 9 und 16 Uhr


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