Puppenspiel
René Marik

Der Erfinder des blinden und sprachbehinderten Maulwurs "Maulwurfn" mit Blindenbinde wollte zuerst Kfz-Machaniker werden. Daraus wurde nix und er ging an die Hochschule für Schauspielkunst Berlin und belegte das Fach Puppenspiel.

Für sein eigenwilliges Spiel entwickelte er zahlreiche Figuren. Zum Beispiel zelebriert er genüsslich "Das Liebesleben der Lappen". Zwei Putzlappen die sich in wortkarger aber eindeutiger Art liebevoll näher wollen.
Nachdem im Jahr 2012 der vorerst letzte Vorhang für "Maulwurfn" und seine Freunde viel hat er den kleinen Maulwurf nochmal hervorgekramt. Begründung: Er fehlte ihm.
Am 29. April kommt René Marik mit seinem ultimativen Maulwurfn Programm „ZeHage! Best Of+X“ nach Neunkirchen. Das Programm verbindet das Beste aus „Autsch´n!“ und „Kasperpop“ mit ganz neuen Nummern.
29.04.2016, 20 Uhr
Gebläsehalle Neunkirchen

 


 

Figurentheater
Bounty –
Meuterei in
der Südsee


Vorstellung des Puppentheater Gugelhupf aus Gernsbach

Gestresst und frustriert vom Arbeitsalltag liegt Fritz Fleischinger, der Held der Geschichte, in der heimischen Badewanne. Hier träumt er von Abenteuern auf hoher See und von einem unbekümmerten Leben auf einer tropischen Insel. Aus der Tagträumerei wird eine ganz konkrete Phantasie. Sie lässt die schicksalhafte Fahrt der Bounty, die Ankunft der Seemänner auf Tahiti, die Begegnung mit einer fremden Welt und die dramatischen Ereignisse auf der Rückfahrt lebendig werden. 
Grundlage der Inszenierung bildet die geschichtlich belegte Meuterei auf einem englischen Segelschiff im Jahr 1787 und seine Verfilmungen.
Idee und Spiel: Frieder Kräuter
Austattung: Annette und Frieder Kräuter
Regie: Friederike Krahl
Spieldauer: etwa 60 Min.
10.10.2015 - 19:30 Uhr
Ab 13 Jahren
Kleines Theater im Rathaus
Rathausplatz
66111 Saarbrücken

 


 

Kabarett
Hagen Rether
"Liebe"
Die Welt wird immer komplizierter,
das Geflecht aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten
zunehmend undurchsichtig.

Vor diesem Hintergrund lässt Rether Strippenzieher und Marionetten, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen, versucht den oft absichtsvoll verborgenen Nutzen von Klischees und Drohkulissen aufzudecken und so genannte Sensationen als mediale Ablenkungsmanöver zu enttarnen. Es wäre zum Verzweifeln, wenn die Protagonisten nicht so lächerlich wären und Hagen Rether weint und lacht und singt. Sein ständig mutierendes Programm infiziert das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren; der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass nicht nur „die da oben“, sondern wir alle die Protagonisten dieses Spiels sind.
„Liebe“, so der seit Jahren konstante Titel des Programms, kommt darin nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher.
Bis zu drei Stunden nimmt sich Hagen Rether Zeit für seine Vorstellung.
Freitag, 18. September 2015
20:00 Uhr
Neue Gebläsehalle Neunkirchen
www.nk-kultur.de/halbzeit

 


Eigenproduktion

Quartier für vier

Dargestellt von Sabine Merziger, Reinhold Rolser,
Nina-Mercedés Rühl und
Sebastian Hammer

Zwei Etagenbetten und vier sehr unterschiedliche Figuren: die Frau mit dem Schaf, die Frau mit der Hose, der Mann mit der Tonne und der Mann mit dem Koffer. Und diese vier müssen nun in einem gemeinsamen Raum schlafen. So prallen verschiedene Gute-Nacht-Rituale, Einschlafhilfen, Vorlieben und Empfindlichkeiten aufeinander.
Um 15 Uhr am 4., 6., 12., 18. und 19. April 2015
Um 9:30 Uhr am 15,, 16. und 17. April 2015
Theater Überzwerg
Erich-Kästner-Platz 1
66119 Saarbrücken

 


 

Weihnachtsmärchen

Alice im Wunderland

Alice im Wunderland ist bereits im Jahre 1865 als Kinderbuch erschienen und begleitet und begeistert seitdem unzählige Kinder, aber auch Erwachsene.

Die wundersame Geschichte beginnt mit Alice, die einem sprechenden Kaninchen, das ständig in Zeitnot ist, hinter her läuft und ganz plötzlich im Wunderland landet, das vor Absurditäten und seltsamen Figuren nur so strotzt.
Im Wunderland erlebt sie viele Abenteuer und trifft auf einzigartige Wesen wie den Märzhasen, den verrückten Hutmacher und die Grinsekatze.
Der Klassiker wurde schon mehrfach und weltweit für die Bühne adaptiert und verfilmt. In der Vor-Weihnachtszeit bringt der Theater- und Spielverein „die Kulisse“ diese wunderbare Geschichte in die Neue Gebläsehalle. Lassen Sie sich von der abenteuerlichen Geschichte mitreißen und begleiten Sie Alice in das Wunderland.
Mittwoch, 03. Dezember 2014, 10:00 Uhr
Donnerstag, 04. Dezember 2014, 10:00 Uhr
Freitag, 05. Dezember 2014, 10:00 Uhr
Samstag, 06. Dezember 2014, 15:00 Uhr
Theaterverein „die Kulisse e. V.
Neue Gebläsehalle Neunkirchen
Karten für die Veranstaltungen sind zum Preis von 3 Euro zzgl. Gebühren bei allen Vorverkaufsstellen von Ticket Regional, unter der Tickethotline 0651 – 9790777 sowie online unter: www.nk-kultur.de/halbzeit erhältlich. Der Preis an der Abendkasse beträgt 5 Euro.

 


 

Theater Überzwerg unterwegs

ARM ABER SEXY

Von Jörg Menke-Peitzmeyer

Kim betritt das Klassenzimmer und bietet die neueste Ausgabe der von ihr gestalteten Zeitung "Arm aber sexy" an.
Die Teenagerin weiß, wie die Medien funktionieren.

Doch schnell merkt sie, dass ihre Verkaufsgespräche ohne Frühstück im Magen nicht gerade von Erfolg gekrönt sind. Also ändert sie die Taktik und erzählt ihre Geschichte: Sie spricht von ihrer Armut, ihrer Scham und ab wann ihr nichts mehr peinlich war.
Sogar ein Leben im Knast erscheint ihr mittlerweile verlockend, weil es da dreimal täglich Essen gibt, jede Menge Sozialkontakte und man vielleicht auch eine Ausbildung machen kann. Denn eigentlich träumt sie ja von einem Beruf "in Weiß".
In natürlicher und jugendnaher Sprache werden in diesem Theaterstück fürs Klassenzimmer Themen behandelt, die sonst nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert werden.
Ab 13 Jahre
Inszenierung und Ausstattung: Frank Engelhardt
Es spielt: Isabelle Groß de García
Spieldauer: 45 Minuten


Theater Überzwerg
0681 9582830

 


 

 

Schauspiel, Oper und Tanztheater unter Sparbeschuss

Wegsparen, Absparen, Zusparen
– Aussparen –

Sechs Jahre nach der Ära Schildknecht
fordern Sparkommissare
die Intendantin Dagmar Schlingmann heraus.


Saarländisches Staatstheater „könnte - sollte“ 2,8 Mio bis 2020 einsparen.

Damals im Oktober 2004 sollte der damalige Intendant K.J Schildknecht, laut öffentlicher Verkündung, bis 2009 im Vertrag bleiben. Doch schon ein Jahr darauf hatten ihn die Sparkommissare am Schlafittchen und K.J. Sch. schmiss den Bettel hin. Denn zu viel des Geldes habe man ihm, so Schildknecht, damals aus dem Etat des Staatstheaters gestrichen. Das damalige Sparkonzept, das bis 2009 eine Verringerung des Etats um 25 Prozent vorsah, wollte Schildknecht nicht mittragen, weil er einen eklatanten Niveauverlust der drei Sparten am SST befürchtete.
Jetzt, sechs Jahre später, gerät seine Nachfolgerin, die Intendantin Dagmar Schlingmann, in den Fokus des Sparbegehrens. Unter dem Motto das Theater zum Aushängeschild des Saarlandes zu machen, ist Schlingmann angetreten. Dass ihr das, im Vergleich mit Schildknecht, bei dem Etat, der ihr nach den Sparmaßnahmen 2006 dann noch zur Verfügung stand, eher nicht so richtig gelang ist, war eigentlich zu erwarten und ist von daher nicht verwunderlich.
Doch der Hunger nach weiteren Einsparungen in dieser Kultursparte ist offenbar dennoch nicht am Ende. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem Namen PwC ("Prewater House Coopers") geht beim SST von einer möglichen Einsparkapazität von 2,8 Mio Euro aus. Die Intendantin Schlingmann ist der Meinung, dass das SST aktuell keine Einsparungsmöglichkeiten mehr biete. Der Kulturminister, der Finanzsekretär sowie der kulturpolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion teilen unisono die Auffassung der Intendantin in dieser Sache. Ein nichtgerade "adäquates" Benchmark musste sich die "PwC" dann auch prompt vorwerfen lassen. Denn dieses "rechnerische" Potenzial von 2,8 Mio. Euro Einsparung, das sich bis 2020 ergeben soll, fußt auf der Annahme, dass andere Länder für ihre Theater-Bezuschussung ein wesentlich niedrigeres „Pro-Kopf-Salär“ aus der Landeskasse hätten. Das Saarland ist im Ländervergleich das einzige Land, das sein Theater nicht auch zusätzlich mit kommunalen Mitteln bestreitet. Doch andere Länder haben dafür mehrere Theaterhäuser, die sie subventionieren. Diesbezüglich ergibt sich dadurch auch eine "satte" Schnittmenge an Publikum. Was bedeutet, dass dasselbe Publikum in dieser Schnittmenge mehrfach in jedem einzelnen Theater zur statistischen Berechnung herangezogen wird. Das heißt, in der Statistik tauchen identisch auftretende Zuschauer in den jeweiligen Theaterhäuser entsprechend mehrfach auf und prägen die „Pro-Kopf-Bilanz“ der Subventionierung nach unten.
Dagmar Schlingmann ist 2005 angetreten, um aufzubauen und ist plötzlich, wie ihr Vorgänger Schildknecht, nach 2006 wieder in den Fokus der Sparkommissare geraten. Schlingmann scheint es derzeit gelassen zu nehmen, denn gesichert ist das SST bis 2014, weil bis dahinüberbetriebliche Kündigungen in den drei Sparten Orchester, Schauspiel und Tanztheater durch betriebliche Vereinbarung nicht möglich sind. Wer allerdings danach die Theaterkultur in diesem Land voranzubringen gedenkt, steht in den Sternen, wenn die Intendantin wie „selemols“ Schildknecht aus Sparverweigerung den „Bettel“ hinschmeißen sollte. Im Jahr 2014 wird die Intendantin Schlingmann gerade mal neun Jahre im Amt sein. Gemessen an der Verweildauer ihres Vorgängers hätte Sie demnach noch fünf Jahre Zeit, um zumindest mit Schildknecht zeitlich gleichzuziehen. Es ist zu hoffen dass die Sparkommission dem SST für die Zukunft das an Finanzen lässt, was dem bisherigen Bestand entspricht. Denn spätestens seit 2006 begann die Intendantin Schlingmann den Eiertanz zwischen „Voranbringen“ wollen und dem Verwalten der Kunst der drei Sparten im Haus SST.
Chris Wroblewski
Foto: stage picture

 


 

Das Staatstheater Saarbrücken ist mit einem Stück von Frank Zappa auf Tour

Yellow Shark

Das TAST-Magazin erläutert im Rückblick der Saarbrücker Inszenierung und zu den bevorstehenden Auftritten die das Staatstheater nach "Draußen" bringt. Zu Frank Zappas Haltung zu "Yellow Shark" im und zum damaligen Zeitgeist. Seine, Frank Zappas, persönliche Abschiedsvorstellung von der öffentlichen Bühne inszenierte der "Meister" höchst selbst am 17. September 1992, indem er "Yellow Shark" in der Frankfurter Oper präsentierte.

 „Ok., Zappa bringt’s ..!” Mit diesen Worten begann 1976 ein Flugblatt , das dazu aufforderte, die Zäune des Ludwigsparkstadions zu stürmen, weil die Eintrittspreise für das damals vor Ort stattfindende Open Air Konzert, an dem auch Frank Zappa auftrat, horrend teuer war. Frank Zappa, das unstete, ungehobelte, anstößige und umtriebige Rockidol; Frank Zappa, die personifizierte permanente Kulturrevolution auf zwei Beinen, gab damals mal wieder seine querschlägerartigen, haarsträubenden, absurden und skurrilen, ja provokativen Performances auf der Bühne zum Besten. Er galt für die Jugend damals als eine Schwingung gegen Bigotterie, Spießigkeit und die Selbstzufriedenheit des Kleinbürgerlichen in der Gesellschaft. Was Bukowski mal für die Literatur war, war Zappa für die Musik. Er mischte auf, zersiebte, sprengte, karikierte, zerstörte die Illusion von Idylle jedweder Art. So sei sein Leben, sagte er mal: „Meine Arbeit ist das, und das bin ich“. Zappa war die Schwingung gegen die Langeweile, er begriff sich als ein „Brocken“, der immer und immer wieder die Zeitgeschichte mit seinen musikalischen wie auch Performance-Darbietungen auf- und durchwühlte. Gefragt, warum er den so drauf sei, antwortete Zappa: „ Wir wollten und wollen eben den ganzen Scheißdreck nicht mitmachen.“ Den jeweiligen „Zeitgeist“, so wie er sich ihm darstellte, konnte und wollte er nicht akzeptieren. In verschiedenen Interviews mit amerikanischen Zeitungen bezeichnete Zappa die Republikaner und auch die demokratischen Präsidentschaftskandidaten als die schlechtesten für Geld käuflichen Clowns. Clinton sei seiner Meinung nach aalglatt, sein Vize sei superlativ glatt, der sei ja pures Plastik. Immerhin habe dieser aber noch ein besseres Image als Don Quale, der Busch Vize, aber das habe sein brauner Schuh ja auch. Zappa fühlte sich, wie er sagte, wohl als Kapitalist,. Seiner Meinung nach sollte Leistung belohnt werden: “Denn sonst verkommt das Individuum zur Amöbe“. Dennoch hatte er die multinationalen Konzerne im Visier. Diese, so wütete er, lägen ja alle oberhalb des Zugriffs  jeder örtlichen Behörde: „Die pissen auf  jedermanns Umwelt und auf jeden Angestellten.“  Zappa glaubte, dass die Republikanische Partei der USA genau so korrupt sei wie die damalige KPDSU (Kommunistische Partei der Sowjetrepubliken): “Entweder du bist konservativ oder liberal und das definiert dich. Du bist entweder Republikaner oder Demokrat und das definiert dich“ Wenn diese Polarisierung demokratisch erfolgen würde, meinte er, wäre es ja in Ordnung, aber eine kleine Anzahl Rechtsradikaler manipuliere die Medien und alle Mechanismen des sozialen Verhaltens in der US-Gesellschaft. Denn in allen Schulbüchern der Bundesstaaten stehe nur Mist, das sei das Resultat der rechten Bildungspolitik, die die Inhalte auf religiöse Überzeugungen basieren ließe. Sein Expertenthema, die Musik, war für Frank Zappa mehr ein Produkt, das vielmehr den Charakter einer Tapete hatte, die zum Leben der Kunden passen solle. Selbst der Rock’n Roll sei verkommen und eine Angelegenheit von Konzernen geworden, meinte er. Außer Kommerz sei von der Gegenkultur in den USA nichts übrig geblieben, stellte der Rebell Frank Zappa damals klar. Heute, fast zwei Jahrzehnte nach seinem Tod hat sich Frank Zappa mit seinen Werken verewigt und ist unmerklich auch ein „Klassiker“ geworden. Salonfähig gemacht, wird jetzt zum Beispiel seine Komposition „Yellow Shark“ beim Staatstheater Saarbrücken neu aufgelegt und präsentiert. Die Tanzeinlagen dazu bewerkstelligte damals eine Tanzperformancegruppe, die Zappa aus New York mitgebracht hatte.
Ein Jahr später im Dezember 1993 starb Frank Zappa an seiner Krankheit. Dazu veröffentlichen wir auch als Dokument einen persönlichen Erlebnisbericht von damals.
 
Zappas Abschiedskonzert „Alte Oper Frankfurt“ 1992
Ich sitze in der alten Oper in Frankfurt am Main auf der 6. Ebene des rechten „Olymp“ und horche. Während ich mich umschaue erklingt kraft  meiner Vorstellung im Kopf eine allseits bekannte Melodie aus der Werbung für ein Versandhaus, zu dem mir imaginär erscheinenden Text: “Zappa kommt, Zappa kommt, Zappa kommt ganz groß in Mode.“ Aus der Mode war er eigentlich noch nie, der eigenwillige Rebell und Überflieger, Rahmensprenger, Clown, Anarchist und extravagante Outsider der Musik- und Kultszene. Er hat es durchgehend geschafft, sich selbst treu zu bleiben und sich immer wieder als „anders“ in seiner Intension zur Geschichte des Zeitgeistes zu definieren. Er hat es zeitlebens verstanden, der Öffentlichkeit seine Reaktionen auf  Ereignisse politischer bzw. auch kultureller Art so provokativ zu offenbaren, dass man davon zumindest „angerissen“ wurde, was die Aufmerksamkeit ihm gegenüber anbelangte. Ein Orchester wie das „Ensemble Modern“ zur Aufführung seiner letzten Komposition „Yellow Shark“ zu verpflichten, war ein wohl- überlegter Schritt. Er trifft hier nicht nur auf Musiker/innen, die ihr Handwerk bestens verstehen, sondern auch auf ein Ensemble, das von seiner Entsehungsgeschichte her sehr auf Unabhängigkeit von klassischen administrativen Strukturen eines „Apparates“ Wert legt. Von daher fand sich in diesem Metier des „Ensembles Modern“ auch ein entsprechend offener und unbekümmerter Geist, der die Atmosphäre auf der Bühne von seiner Ausstrahlung her schon positiv aufzuladen verstand. Zappa dirigierte die Ouvertüre von „Yellow Shark“ im Sitzen und übergab die weitere Folge seiner Komposition an den Dirigenten des Ensemble Modern Peter Rundel ab. Frank Zappa kam an beim Publikum, mit seinem locker dahergesagten, lässigen, mal trockenen, mal schrillen Sarkasmus, mit dem er die sich ihm darbietenden gesellschaftlichen Vorkommnisse beschrieb. Er kommentierte bissig Fragebögen der amerikanischen Einwanderungsbehörde in „welcome to the United States“ und steigerte diese bis zur bösartigen Parodie. Spätestens seit Mölln und Rostock weiß ja ein Jeder, was „stiernackiger, bierdunstiger, nach Blut und Urin und verbrannter Erde riechender Mob“ mit einem intelligent ausgedachten System, das sich Demokratie nennt, alles anstellen kann. Man erinnert sich an Zappas Tiraden gegen Ronald Reagan. In der Pause erscheint Zappa noch mal auf der Bühne in Karnevalsmanier à la „Mir sin net so“ mit der entsprechenden „Mir sin net so-Mütze“. Er parodiert das bisher Gesehene und Gehörte entsprechend. Fortgeführt wird dabei die sarkastische Kritik an der satten selbstzufriedenen Selbstgefälligkeit und dem damit zusammenhängenden ordentlichen „Wohlstandsanstand“, in dem alles in Recht und Ordnung ertrinkt. „Tata tata tata“.  Zappa trifft brutal genial den schon bloßgelegten Nerv. Er knabbert daran und zaubert eine Belustigung hervor. Zappa, das scheint zu stehen für Zorn-Action-Pausenlos-Pustekuchen. Man spürt, wie dieser „rebellierende Quertreiber“ dem bürgerlichen Publikum auf geniale Art das Grausen wohlig den Rücken herunterlaufen lässt. Der Alte, der Neue, der Junge, der Späte, der Frühe – der Zappa tanzt auf dem Vulkan. Er beherrscht virtuos und genial die Kunst der Widersprüche, seine Kunst. So scheint er auch seine Krankheit beherrschen zu wollen. Es scheint so, als stehe er über ihr, als wolle er diese Krankheit ausbluffen. Frank Zappa präsentierte sich aufgrund seiner Erkrankung sehr ruhig und zurückhaltend. Vom Gesamteindruck seiner Inszenierung her aber bleibt er ungebändigt und originell, so wie seine Fans ihn kennen. Nicht super, nicht ultra, nicht mega, nicht giga, sondern ganz schlicht und ergreifend einfach ZAPPA !
Chris Wroblewski

 


 

Bad Boys
Harmonie
im Spiel freier Kräfte

Die Energie des Rudels, der Horde und der
Gruppe prägen die Suche des Individuums nach Identität. Fulminant gelungenes Tanztheater am Staatstheater in Saarbrücken.

Das Verständnis von der Welt in Verknüpfung mit uns selbst vertiefen wir unter anderem durch Reflektion der Erfahrung. Erfahrung mit Erlebtem durch Gefühle, Erfahrung mit vor- und nachahmendem Tun, Erfahrung mit Bedürfnissen des Verlangens und des Begehrens, des Nehmens , des Gebens und des Empfangens. Dazu entstehen Ideen, die man zu erforschen sucht. Es entsteht, es wird ein Tanz der Suche nach Identität, den wir vollführen. Diese Dynamik stellt in uns die Identität her, die sich erhält, aber auch dauernd verändert. Je nachdem, wo und wie und mit wem sich der Tanz ein oder auslässt, sich verbindet, in Sphären abgrenzt, integrierend mitnimmt oder sich auch verliert. Das Tanzensemble des Staatstheaters zeigt mit „Bad Boys“ auf faszinierend eindrückliche Weise eine Geschichte des Tanzes um die Kristallisierung von Identität des Menschen in unterschiedlichen Strukturen und Spähren. Es erscheint das Rudel als Formation mit einer klar orientierten Gruppenbewegung aus deren Führung und Tempo es kein Entkommen gibt, es sei den, es wäre ein Herausfallen , ein Herausreisen aus der Dynamik selbst.
Daraus formiert sich die Horde mit Bewegungen von Harmonie und Disharmonie. Repräsentiert als Bi-Pol im Spannungsfeld zwischen dem Willen zur Tat und dem Ausgeliefert sein in der Hingebung. Der Tanz beschreibt es ästhetisch ansprechend. Dazu die Bewegungen der „Gruppe“ ohne die das Individuum Mensch kaum existieren kann. Alle schillernden kooperativen, konfrontativen als auch zwingend anziehenden und zusammenziehenden Momente in denen das Sein kreiert, gelebt wird, stellen sich hier im Tanz auf wunderbare Weise dar.
Der Mensch als annehmbares soziales Wesen wird empathisch wahrgenommen. Das einzelne Individuum erscheint mal in seiner Isolation auf der Suche nach Aufnahme, mal nach dem Spüren von Kontakt, nach Erleben, auf der Suche nach Akzeptanz. Bliebe es allein, wäre es verloren. So wird es umtanzt, mal von der Gruppe, mal von der Horde. Menschenansammlungen die sich wieder und wieder tanzend im Rudel auflösen, eine Horde bilden und sich immer wieder in der Herde zusammenfinden um wieder daraus entsprechend hervorzugehen. Im zweiten Teil ein Wechsel der Welt. Die Harmonie des freien Spiels der freien Kräfte Yin und Yang, bekommen ein Korsett, bestimmte Ordnungen sollen offenbar zwingend eingehalten werden. Aufgabe, Auftrag, Pflicht, Erfüllungsnot und Handlungsvorgabe charakterisiert der Tanz als etwas, was jedem aus den Schattenseiten des Daseins nur allzu gut bekannt sein dürfte. Hier herrscht eher die Schwere, in der Mut, Ausdauer und eine gute Kondition, im penetranten Gleichklang das Leben bestimmen und diesem Leben Inhalte abzuringen scheinen. In beiden geschilderten Sphären ist eine geballte Sinnlichkeit der tanzenden Körper brennend erfahrbar. Der männlichen Kraft die zunächst gewinnend allein durch ihre Präsens verlangend, weibliche Energien erschließt, diese zum Entfalten bringt, wo auch immer und wie auch immer, unbekümmert, verspielt, ohne Mühen, wie eine Balz. Es ist ein unbeschwertes Spiel von Kräften, beschwingt, anmutig und voller Erotik. Echt taff wie die „Bad Boys“ hier auf Frauen Eindruck machen. Wesentlich schwieriger bemühter plagen sich die Menschen miteinander ab um die Aufgaben, die Auflagen oder die Ansprüche zu bewältigen denen sie unterworfen scheinen. Im zweiten Teil des Tanztheaters werden die bösen Jungs, die unterworfen sind zu Unterwerfern und die unterworfenen zu Kämpfern im Tanz um ihre Existenz. Ein faszinierendes Bewegungsepos, ein dynamisches Ringen um die Bedingungen der Abgrenzung, Individualität des Individuums in Bezug auf die Gemeinschaft. Das Individuum ist im dritten Teil durch einen einfühlenden Gesang, der mit in den Tanz eingewoben wurde, als spürendes, bedürftiges, fühlendes Wesen gekennzeichnet. Hier zeigt sich, wie empfindlich, verletzlich, ja auch schutzbedürftig der Einzelne in seinem „all- einigen“ Dasein auf dieser Welt ist. Wenn man sich im Tanz das Alleinsein betrachtet, spiegelt sich auch die Erkenntnis, dass allein zu sein, die Grundbedingung dafür ist, ein Individuum sein zu können. Eine denkwürdige Tanztheaterinszenierung des Staatstheaters Saarbrücken.
Ein Erlebnis !
Chris Wroblewski

© Fotos
STAGE PICTURE GmbH
Agentur für Theaterphotographie
Björn Hickmann


T H E A T E R
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magazin tast theater

T H E A T E R

14. Ottweiler Kinder-, Jugend- und Familientheaterfestival
Spielen Mädchen lieber mit weichen Fußbällen als mit harten?
Wie soll das eigentlich gehen, 'man selbst sein', wenn man doch gerade viel zu sehr damit beschäftigt ist, dem eigenen Spiegelbild auszuweichen?
In Fragebogenaktionen und Workshops mit Jugendlichen hat das theater die stromer eine Vielzahl von Fragen gesammelt.


Mit ironisch-kritischem Blick auf Phänomene rund um das Thema Pubertät, werden die Falltüren und Sackgassen des
Erwachsenwerdens untersucht.
2. Oktober bis 18. Oktober 2015
Schirmherr: Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur
Produktion: theater die stromer, Darmstadt
STINKT PINK? 1000 FRAGEN... [Ab 13]
Eigenproduktion - Basierend auf Recherchen mit Jugendlichen und über Jugendliche.
Eröffnung
Freitag, 2.10.2015
10:00 Uhr + 18:00 Uhr

 

Theater Überzwerg
HOFFEST ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG

Vorstellung des Programms der neuen Spielzeit
Lesungen, Musik, Spiele, Bastelecke mit Papiertheater,
Verkleidungszimmer, Essen, Trinken, Feiern
Freier Eintritt!
Samstag, 12. September
ab 15.00 Uhr
im Hof und im Theater:
Erich-Kästner-Platz 1
Überzwerg

 

OBLO VERLÄSST NIE SEIN BETT
oder
Alles, was Sie über Männer wissen sollten.
Eine feinsinnige Komödie, eine Begegnung im Stillen mit »Oblomow« von Iwan Gontscharow.
Oblomow, der faule russische Adlige, der die Welt im Nichtstun aus dem Bett heraus betrachtet und erklärt. Er braucht nicht rausgehen, er lässt das Leben an sich vorbei ziehen oder anders, das Leben zieht an IHM vorbei. Er verlässt sein Bett, seinen Diwan, nie. Sein Motto lautet ganz einfach: »Was ist denn wirklich so wichtig, dass man aufstehen muss?«
Foto: Blume

Eine humorvolle Inszenierung gewürzt mit Worten, die zum Träumen und Lachen anregen und auch ein genüsslicher Abend, gespickt mit Geschichten und Anekdoten von Hans Reimann.
Theater im Viertel
Landwehrplatz 2
66111 Saarbrücken
Freitag 27. März
Samstag 28. März
19:30 Uhr

 

Premiere
CLYDE UND BONNIE
von Holger Schober
Bonnie heißt schon immer Bonnie, Eltern können grausam sein. Clyde heißt eigentlich Werner, aber Bonnie nennt ihn Clyde.
Holger Schober nimmt die wahre Geschichte der historischen Vorbilder zum Anlass, um ein B-Movie für das Theater zu schreiben, das im Hier und Heute spielt. Es geht um Jugendarbeitslosigkeit, soziale Verwahrlosung, Gewalt und wahre Liebe.

Sie sind jung. Sie sind verliebt. Sie rauben Banken aus. Zumindest stellen sie sich das so vor. Denn was ihre berühmten Namensvorgänger können, das können Clyde und Bonnie schon lange. Schluss mit Jugendarbeitslosigkeit! Schluss mit zerrütteten Familienverhältnissen! Schluss mit Frust! Raus aus dem Sozialbau und rein ins Leben! Aber wenn man sich selbst in die Schusslinie stellt, dann bekommt man hin und wieder auch eine Kugel ab ...

Mit Ida Jacoby und Benedikt Paulun
Regie: Dieter Desgranges

PREMIERE:
Samstag, 23. Juni, 18:30 Uhr
Weitere Vorstellungen:
Freitag, 21. September
Samstag, 22. September
Sonntag, 14. Oktober
jeweils 19:00 Uhr

Theater im Viertel
Landwehrplatz 2
66111 Saarbrücken
Kartenreservierung 10,– Euro / 5,– Euro

 

 


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Hexe Hillary geht an die Oper
Hexe Hillary gewinnt im Radio zwei Karten für die Oper. Unglücklicherweise hat sie so gar keine Ahnung, was »Oper« ist. Das Hexenlexikon verspricht Aufklärung: »Oper ist Theater, wo alle immer singen.«

Doch nur noch mehr Ratlosigkeit macht sich breit. Was soll denn das? Hillary vermutet einen Singfluch. Um sich endgültig Klarheit zu verschaffen, faxt sie sich eilig die staatlich geprüfte Hexe und Opernsängerin Bella Canta herbei. Jene ist tatsächlich ein echtes Singwunder und erklärt im Nu bunt und einleuchtend die aufregende Welt der Oper. Und das in Wort und Melodie!
Inszenierung: Nina Sengstschmid
Bühnenbild und Kostüme: Rahel Sophia Süß, Hannah von Berg
Es spielen: Marlies Krug, Manuela Nedelko
Spieldauer: 50 Minuten
Freitag 23. März 2012, 9 Uhr 30
Samstag und Sonntag 24. und 25. März 2012 um 15 Uhr
Ab 5 Jahre
Theater Überzwerg
Erich-Kästner-Platz 1
66119 Saarbrücken
www.ueberzwerg.de

 

„Die Perle Anna“
Anna ist Haushälterin, hat eine Vorliebe für Wodka und ist vor allem eines: geschäftstüchtig.
Das Geld für die Fahrkarte, das ihre Herrschaften Bernhard und Claudia ihr spendieren, damit sie ihren alten Vater besuchen kann, spart sie lieber und bleibt daheim. Damit beginnen komödientypische Verwicklungen, die zu pikanten Situationen führen.

Das Stück „Die Perle Anna“ wurde in den 1980er Jahren viel gespielt. Die unvergessene Helga Feddersen eröffnete damit ihr Theater am Holstenwall in Hamburg und verkörperte 400 Mal die Perle Anna. Regisseur Marcus Ganser hat den Schauplatz des Stückes nach Berlin verlegt.
mit Anita Kupsch u.a.
Montag, 16. April 2012
20:00 Uhr
Bürgerhaus Neunkirchen
nk-kultur.de

 

SPATZ FRITZ
Frau Maier und Herr Huber sind Nachbarn und können sich nicht ausstehen. Er hält sie für eine Schreckschraube, sie ihn für einen Korinthenkacker.

Bei einer ihrer Streitereien beginnt Frau Maier, die Geschichte eines Spatzen zu erfinden, der als letzter aus dem Ei geschlüpft und ziemlich winzig ist. Sein Vater gibt ihm den Namen »Friedrich, der Große«, denn wenn er schon so klein ist, soll er wenigstens einen großen Namen tragen.
So. 5. Februar um 15 Uhr,
6. und 7.2. um 9:30
Macht Spaß schon ab vier Jahren
Theater Überzwerg
Erich-Kästner-Platz 1
66119 Saarbrücken
www.ueberzwerg.de

 

Fluchtwege
Riva und ihr Bruder Andrea sind aus ihrem Heimatland geflohen. Dort herrschen Unterdrückung und Krieg. Ihr Vater wurde vor ihren Augen getötet.

Zusammen mit ihrer Mutter sind sie nun in Deutschland und beantragen Asyl. Hier ist erst mal alles fremd. Nichts ist da, woran sich die beiden festhalten können, außer an ihren Spielzeugen von früher: Riva trägt immer eine Puppe bei sich, Andrea seinen Fußball.
So stehen sie an einem Neuanfang, dem sie mutig, neugierig und ein bisschen ängstlich entgegensehen. FLUCHTWEGE ist nach ARM ABER SEXY die zweite Regie-Arbeit von Frank Engelhardt am theater überzwerg, wo er 1993 als Eleve seine Schauspielkarriere begann.
8., 9. und 12. Dezember 2011, Probebühne, ab 9 Jahre, Regie: Frank Engelhardt, Theater Überzwerg,
Erich-Kästner-Platz 1
66119 Saarbrücken
www.ueberzwerg.de

 

Rumpelstilzchen
Zunächst ist da der Müller, der überall herumposaunt, seine Tochter könne Stroh zu Gold spinnen. Das ruft naturgemäß den König auf den Plan, der das Mädchen auffordert, für ihn zu arbeiten. In der Verzweiflung, dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein, vertraut sie sich einem kleinen Männchen an – doch damit wächst das Unglück ins Unermessliche. Der Zwerg hilft ihr, verlangt aber dafür ihr erstes Kind! Erst die Fähigkeit, den Namen des Unholds auszusprechen, kann diesen dämonischen Zauber bannen.
„Rumpelstilzchen“ ist einer der Klassiker aus Grimms Märchen und ein absoluter Renner. Da geht es schon mal grell, laut und bunt zu. „Rumpelstilzchen“ ist aber auch eine Geschichte von enttäuschten Erwartungen und vom Umgang mit Ängsten.
1. - 4. Dezember 2011
Bürgerhaus Neunkirchen

 

Vergesst Zwerg Nase
"Und herein kommt ein Zwerg, ein Wesen, ein Mensch, wie ich ihn noch nie gesehen habe, und er will kochen!“

Mit fliegenden Messern wird das Gemüse geschnitten, die Soßen mit hundert Umdrehungen gerührt und die Fensterscheiben schmelzen dahin bei diesem wundervollen Geruch. Und doch ist er nur der zweitbeste Koch der Welt. Dieser Zwerg, dieser kleine Wicht schafft es immer wieder um zwei Nasenlängen voraus zu sein. Ein Kulinarikum über den Mut, den es braucht, der Zweitbeste zu sein und über einen kochenden Zwerg mit einer überaus langen Nase.
RegisseurMartin Brachvogel ist Gründungsmitglied des "theaters mundwerk" aus Graz.
So. 30. Oktober 2011, ab 8 Jahre
Probebühne
Theater Überzwerg
Saarbrücken,
Erich-Kästner-Platz 1

 


Kabarett
ANNETTE KRUHL

HILFE, ICH BIN GLÜCKLICH!
Annette Kruhls Solo ist ein bizarrer Trip durch das Überangebot des Lebens, in dem wir alle alles haben können, nur eines offenbar nicht: Glücklich sein.

Die Berlinerin schafft es, Musikkabarett und intelligente Stand-up-Comedy unter einen Hut zu bringen. Sie berichtet über ihre Vorliebe für schmutzigen Sex und ihre Abneigung gegen Witze über Merkels Frisur. Warum hierzulande promovierte Mathematikerinnen in Sandkästen hocken und Reiswaffeln verteilen und warum wir trotz Überfluss an Kommunikationsmitteln nichts mehr miteinander zu tun haben.
Sa. 15.10.2011
19.30 Uhr
Theater Leidinger
Mainzer Str. 10
66111 Saarbrücken

 

WIE SCHÖN WEISS ICH BIN
Von Dolf Verroen
Maria wird zwölf Jahre alt. Man feiert ein rauschendes Fest und Maria fühlt sich fast schon erwachsen. Nur leider hat sie noch keinen Busen. Macht nichts, sie darf zum ersten Mal Champagner trinken und bekommt einen eigenen, kleinen Sklaven geschenkt. Großartig. Nur seltsam, dass dieser Junge so langweilig ist und keine Miene verzieht...

Der Niederländer Dolf Verroen entblößt mit seinen klaren, kurzen Sätzen die täglichen Grausamkeiten der Sklaverei.
Inszenierung: Eva Coenen, Bob Ziegenbalg
Ausstattung: Dorota Wünsch
Es spielt: Eva Coenen
Spieldauer: 60 Minuten
Ab 14 Jahre
17. und 18. Oktober 2011, 10 Uhr,
Römerhalle,
Dillingen-Pachten
Theater Überzwerg

 

Nauwieser Erzählcafé
Geschichten aus der Nachbarschaft – zum Zuhören und Mitmachen.
Das monatliche Treffen all derer, die an lebendiger Geschichte und lebendigen Geschichten rund ums Nauwieser Viertel interessiert sind. Eintritt frei
Theater im Viertel, Nauwieserstrasse 13,
66111 Saarbrücken